Apple soll seine Roadmap rund um die Vision Pro grundlegend überarbeitet haben. Laut dem Analysten Ming-Chi Kuo habe der künftige Apple-Chef John Ternus eine größere Kurskorrektur bei Apples Headset- und Brillenstrategie abgesegnet. Demnach sollen sowohl eine zweite Vision Pro als auch eine leichtere „Vision Air“ nicht mehr Teil der aktuellen Planung sein.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
- Apple soll laut Ming-Chi Kuo mehrere Vision-Pro-Projekte gestrichen haben.
- Geplant seien demnach nur noch zwei Smart-Glasses-Produkte.
- Eine KI-Brille könnte 2027 erscheinen.
- Eine AR-Brille mit Display werde frühestens 2029 erwartet.
- Bloomberg berichtet teils abweichend von internen Tests einer Vision Pro 2.
Statt mehrerer Headsets konzentriere sich Apple laut Kuo nun auf zwei Brillen-Projekte. Eines davon soll eine KI-Brille sein, die als direkte Antwort auf Metas Ray-Ban-Brillen gedacht sein könnte. Das zweite Projekt soll eine AR-Brille mit Display sein, die virtuelle Inhalte direkt ins Sichtfeld einblendet.
Smart Glasses statt Vision Pro
Kuo schreibt, Apples frühere Produktplanung aus dem Juni 2025 sei inzwischen kein sinnvoller Bezugspunkt mehr. Damals soll die Roadmap noch sieben Produkte umfasst haben. Nach der angeblichen Überarbeitung seien davon nur noch zwei Projekte relevant.
Die KI-Brille soll laut Kuo 2027 erscheinen. Eine aufwendigere AR-Brille mit sogenannten Optical Waveguides werde dagegen frühestens 2029 erwartet. Diese Technik leitet das Bild eines Mikrodisplays über transparente optische Elemente zum Auge, sodass digitale Inhalte vor der realen Umgebung erscheinen können.
Optical Waveguides sind transparente optische Elemente, die Licht von einem kleinen Display zum Auge leiten. Bei AR-Brillen können dadurch digitale Inhalte im Sichtfeld erscheinen, während die reale Umgebung weiterhin sichtbar bleibt.
Bloomberg-Reporter Mark Gurman ordnet die Lage etwas anders ein. Ihm zufolge sei die Vision Air bereits im Oktober 2025 eingestellt worden. Eine Display-Brille, die ursprünglich mit einem Mac gekoppelt werden sollte, sei demnach schon im Januar 2025 gestoppt worden. Auch Gurman rechnet mit einer KI-Brille gegen Ende 2027.
Widersprüchliche Signale zur Vision Pro
Ganz eindeutig ist die Lage damit nicht. Während Kuo davon ausgeht, dass Apple derzeit an keiner neuen Vision-Pro-Version arbeitet, berichtet Gurman von einer Vision Pro 2, die intern getestet werde. Die Produktkategorie liege aber weitgehend auf Eis.
Für Apple wäre ein stärkerer Fokus auf leichtere Brillen nachvollziehbar. Die Vision Pro ist technisch aufwendig, teuer und eher ein Nischenprodukt. Eine alltagstaugliche Brille hätte deutlich größere Chancen, außerhalb von Entwicklern, Early Adoptern und professionellen Anwendern eine breitere Zielgruppe zu erreichen.
Offiziell bestätigt ist die neue Roadmap nicht. Apple äußert sich traditionell nicht zu unveröffentlichten Produkten. Entsprechend bleibt offen, ob die Vision-Pro-Linie tatsächlich pausiert oder nur deutlich später fortgesetzt wird.

Gleichzeitig sollte man Kuos Aussagen vorsichtig einordnen. Apple kann interne Roadmaps mehrfach ändern, Projekte pausieren oder später wieder aufnehmen. Dass die Vision Pro als Produktlinie kurzfristig keine hohe Priorität hat, wirkt nachvollziehbar. Ein vollständiger Abschied von Spatial Computing wäre daraus aber nicht abzuleiten.







